Oft tut auch der Unrecht, der nichts tut; wer das Unrecht nicht verbietet, wenn er kann, befiehlt es.
Auch die, die Unrecht tun, hassen es.
Wer berechtigt ist, einen ungereimt zu machen, kann ihn auch ungerecht machen.
Die Gefahr des Erfolgs besteht darin, dass wir die schreckliche Ungerechtigkeit der Welt vergessen.
Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht.
Tolerieren bedeutet, etwas auf sich nehmen: Die Toleranz, die anderen etwas aufbürdet, ist keine mehr. Das Leid der anderen tolerieren, nicht selbst erlittene Ungerechtigkeiten tolerieren, das uns verschonende Grauen tolerieren, das ist keine Toleranz mehr: Das ist Egoismus, das ist Gleichgültigkeit oder Schlimmeres.
Nur die Wahrheit kann der Ungerechtigkeit entgegentreten. Wahrheit oder Liebe.
Die Verachtung des Reichtums war bei den Philosophen ein geheimer Wunsch, ihren Wert an der Ungerechtigkeit des Schicksals durch Missachtung eben der Güter zu rächen, deren es sie beraubte — ein Geheimmittel, um sich vor der Erniedrigung durch die Armut zu schützen — ein Umweg zum Erwerb eben des Ansehens, das sie durch Reichtümer nicht erlangen konnten.
Es gibt Gut und Böse, das Erhabene und das Niedrige, das Gerechte und das Ungerechte. Und ich schwöre dir, dass sich das nicht ändern wird.